Der Sternenkindergarten

Als Du gegangen bis mein Kind,
wollt ich nur noch zu dir hin.
Meine Zukunft schien verloren,
als du wurdest tot geboren.

Aber liebe Menschen sagten mir:
„Wir brauchen dich im jetzt und hier!
Es wird wieder Zeiten geben zu lachen,
und dein Kindlein wird von Sternenkindergarten aus über dich wachen“.

Zum Glück hatte ich diese Menschen an meiner Seite,
denn jetzt lebe ich wieder im Heute.
Kann wieder lachen und mich freuen,
habe nichts dabei zu bereuen.

Denn ich weiß, Du wirst im Jenseits warten,
in Deinem Sternenkindergarten.
Und wenn ich komme zu Dir hoch,
wirst du sagen: Mami, hier bin ich doch.

Andrea Schnetter 28.02.2014

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Gestern (11.02.2017) erhielt ich von Isabell Tymnik die Freigabe, die Zeilen zu veröffentlichen,
die sie für die Traueranzeige Ihrer Prinzessin Tabea Lucy geschrieben hatte. Tabea Luc wurde am 05.04.2015 um 13:13 Uhr nach plötzlichen Kindstod im Mutterleib per Notkaiserschnitt geboren, mit einem Gewicht von 3335 g und 50 cm groß, bei 40+5 Woche:

Vom Tag an, da wir von Dir gewusst,
schlug schneller das Herz in unserer Brust.
Schon planten wir unser neues Leben,
Dir galt uns’re Liebe und unser Streben.

Liebevoll hatten wir alles geplant…
und niemals das bittere Ende erahnt.
Nun spüren wir Sehnsucht und Trauer, für immer.
Verwaist ist Dein Platz im Kinderzimmer.

In tausend Scherben liegt unser Glück.
Nur wenige Dinge blieben zurück…
Doch zeigen sie allen – es hat Dich gegeben!
Du gehörst nun für immer zu unserem Leben.

Wir spüren, dass Du unser Schutzengel bist.
Und wissen jetzt, was wirklich wichtig ist.
Nun sehen wir die Dinge mit anderen Augen
und merken auch, was wirkliche Freunde taugen.

So klein Du auch warst und so kurz unsere Zeit,
wir lieben Dich in alle Ewigkeit
und schauen zu Dir auf in sternenklarer Nacht…
Du hast uns zu stolzen Eltern gemacht!

Herzlichen Dank liebe Isabell, dass ich diese zärtlichen Worte für Deine Tochter veröffentlichen darf.

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Diese Woche (heute schreiben wir den 27.10.12) erreichte mich eine liebe E-Mail von Sternenmami Annett, welche Ihreszeichen selbst zweifache Sternenmami ist. Sie hat für alle Sternenmamis und -papis folgendes Gedicht geschrieben:

„Ein Leben mit dem Schicksal“

Wer von uns hätte je gedacht
was das Schicksal hat für eine Macht.

Es gibt und nimmt uns unser Leben.
Obwohl wir alles dafür geben.

Es schlägt unerwartet einfach zu
und lässt unserem Leben keine Ruh.
Wir kämpfen oft dagegen an

und gewinnen auch mal dann und wann. 

Doch dann gibt es Momente im Leben
da ist jeder Kampf einfach vergeben.
Wir tragen neues Leben unter unseren Herzen

und müssen es gehen lassen voller Schmerzen.

Warum uns auferlegt wird diese schmerzliche Last?
Eine Antwort -Schicksal- wird uns einfach verpasst.
Wir müssen mit dem Schmerz nun Leben

und versuchen trotzdem weiter alles zu geben.

Kämpfen weiter mit Herz und Verstand.
Geben unser Schicksal nun nicht mehr aus der Hand.
Unsere Seele so stark sie auch ist

hat von nun an einen Riss.

Von mir einen ganz lieben Dank Annett, daß Du diese Zeilen mit uns allen betroffenen teilst. Liebe Grüße Andrea

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Gott nahm seinen Engel zurück

Es war nur ein kurzer Augenblick,
dann nahm Gott seinen Engel zurück.
Doch was ich sah in diesen Sekunden,
hab ich noch nie im Leben perfekter gefunden.
Ein Kindlein, zart, zerbrechlich und klein,
nichts auf Erden könnte schöner sein.
Es liegt da, sein Herz schweigt still,
doch es ist als ob es mir etwas sagen will.
Es will mir erzählen von Liebe so unendlich stark.
Sie reicht bis zum Himmel, endet nicht mit dem Sarg.
Es will mir erzählen von einer anderen, fernen Welt,
in die es jetzt gehen muß, weil nichts es hier hält.
Es weiß das unsere Liebe uns immer verbindet
und es mich eines Tages wiederfindet.
Bis dahin wird es stets über mich wachen,
wenn ich ganz still bin höre ich es mit den anderen Engeln lachen.
Ich muß es gehen lassen, so schwer es auch ist,
wird für immer von mir auf Erden vermisst.
Tief im Herzen werd ich es bei mir tragen,
bleib allein zurück mit vielen Fragen.
Niemand kann mir eine Antwort geben,
ich muß ohne mein Kind durch dieses Leben.
Gott nahm seinen Engel zurück,
doch die kurze Zeit mit ihm war mein größtes Glück!

Geschrieben von Sternenmami Sylvia Teetz für Ihren Sohn Leon Otto Herkules

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Wenn Träume frieren

Leise sind sie, die Gedanken der Nacht,
achten darauf, dass niemand erwacht.
Sie bringen Sehnsucht im Nebelkleid
Einsamkeit macht sich schleichend breit.

Eine Suche mit tausenden quälenden Fragen,
ein rasendes Herz in verzweifeltem Klagen
Kälte, die die Macht über den Körper ergreift.
Verstand, der nun endlich die Wahrheit begreift.

Erwachen aus Angst vor Träumen, die frieren,
Wissend, man darf nicht wieder verlieren.
Schwäche, nur einen Augenblick,
führt Dich unzählige Schritte zurück.

Wenn Träume frieren, fehlt ihnen das Licht,
die Liebe, die Nähe und Zuversicht.
Decke sie zu mit Hoffnung und Glauben,
lasse nicht zu, dass sie die Zukunft rauben.

Geschrieben von Anja Bergmann – eine unterstützende Hand für Sterneneltern

 

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Mich erreichte eine E-Mail von Sabrina. Sie hatte für Ihr kleines Sternchen folgende Zeilen gedichtet. Ich persönlich finde, dass es sehr treffende Worte sind, die wir alle wohl gut nachvollziehen können:

flieg Schmetterling, flieg!
zu klein deine Hände um zu halten
zu klein deine Füße um zu gehen
dennoch wichtig.

deine Augen konnten noch nicht sehen
deine Ohren nicht hören
und dennoch warst du ein teil von mir.

aus großer Freude wurde angst,
angst dich zu verlieren , doch heute bin ich mir sicher
du bist in meinen Gedanken für immer.

hattest nicht die kraft bei mir zu bleiben,
konnte dich nicht hier halten,
so muss ich es akzeptieren und sagen flieg kleiner Schmetterling flieg.

Das Gedicht wurde geschrieben von: Sabrina Ross